Pflegeguide: Bettwäsche richtig waschen
Einleitung
Gute Bettwäsche erhöht nicht nur den Schlafkomfort, sondern beeinflusst auch Haut und Allergien. Mit der richtigen Pflege behalten Farben, Form und Weichheit über lange Zeit. In diesem Guide erkläre ich Schritt für Schritt, wie Sie Bettwäsche sortieren, richtig waschen, trocknen und lagern.

1. Sortieren vor dem Waschen
Bevor die Maschine startet, sortieren Sie Ihre Bettwäsche nach folgenden Kriterien:
- Farbe: Weiß, helle Farben und dunkle Farben getrennt waschen.
- Material: Baumwolle, Leinen, Microfaser und Satin separat. Empfindliche Stoffe wie Seide sollten spezielle Pflege erhalten.
- Verschmutzungsgrad: Stark verschmutzte Teile separat behandeln oder vorbehandeln.
2. Temperatur und Waschprogramm
Die richtige Temperatur hängt vom Material ab:
- Baumwolle: 40 °C für normale Verschmutzung; 60 °C bei Bettwäsche von kranken Personen oder bei starkem Allergikerbedarf.
- Leinen: 40 °C im Schonprogramm, da Leinen bei zu hoher Hitze einlaufen kann.
- Feinwäsche/Seide/Satin: Kaltes bis lauwarmes Wasser und Woll- oder Feinwaschprogramm.
Verwenden Sie das schonende Schleuderprogramm für empfindliche Stoffe, damit die Form erhalten bleibt.
3. Waschmittel und Zusatzstoffe
Wählen Sie ein mildes Voll- oder Colorwaschmittel je nach Farbe. Dosieren Sie das Waschmittel gemäß Wasserhärte und Verschmutzung. Verwenden Sie keinen übermäßigen Weichspüler bei Microfaser, da er die Saugfähigkeit beeinträchtigt. Für weiße Bettwäsche können gelegentlich Bleichmittel-freie Aufheller helfen; bei Naturfasern sind enzymfreie Produkte zu bevorzugen.
4. Flecken vorbehandeln
Frische Flecken sofort mit kaltem Wasser ausspülen. Bei Öl- oder Make-up-Flecken helfen spezielle Vorbehandlungsprodukte oder ein Tropfen flüssiges Waschmittel, das kurz einwirkt. Blutflecken behandelt man mit kaltem Wasser und gegebenenfalls durch Einweichen vor dem Waschen.
5. Trocknen
Schonendes Trocknen verlängert die Lebensdauer der Bettwäsche:
- Im Wäschetrockner: niedrige bis mittlere Temperatur, um Einlaufen und Faserstress zu vermeiden.
- An der Luft: Ideal ist das luftige Trocknen im Schatten, direkte Sonne kann Farben ausbleichen.
- Leinen darf leicht knitterig bleiben; für glatte Optik kurz warm im Trockner auflockern oder leicht bügeln.
6. Bügeln und Aufbewahrung
Bügeltemperatur je nach Material einstellen: Baumwolle heiß, Leinen heiß mit Dampf, Satin niedrig. Bügeln kann die Faserstruktur auffrischen und hilft, Milben weniger anzulocken. Lagern Sie saubere, vollständig trockene Bettwäsche luftig und geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung. Verwenden Sie keine luftdichten Behälter für natürliche Fasern, da Restfeuchte Schimmel begünstigen kann.
7. Zusätzliche Tipps für Farbe und Weichheit
- Waschen Sie neue, farbige Bettwäsche separat beim ersten Mal, um Abfärben zu vermeiden.
- Verwenden Sie bei weicher Wasserhärte weniger Waschmittel, um Rückstände zu vermeiden.
- Für extra Weichheit: ein Esslöffel Natron in die Wäsche geben oder ab und zu einen speziellen Textilpfleger verwenden.
- Vermeiden Sie Überfüllung der Maschine; Bettwäsche braucht Platz, um sauber zu werden.
Fazit
Mit wenigen, aber konsequenten Pflegeschritten bleiben Farbe, Form und Weichheit Ihrer Bettwäsche lange erhalten. Sortieren, richtige Temperatur, passende Waschmittel, schonendes Trocknen und sorgfältige Aufbewahrung sind die wichtigsten Punkte. Probieren Sie die Empfehlungen aus und passen Sie sie an Ihre Materialien an — so haben Sie lange Freude an Ihrer Bettwäsche.
Haben Sie spezielle Fragen zu Seide, reparieren von Knöpfen oder nachhaltiger Pflege? Schreiben Sie unten einen Kommentar!
Super Anleitung, sehr verständlich! Ich habe meine Leinenbettwäsche nach den Tipps gewaschen und sie sieht viel frischer aus.
Danke für den Hinweis mit dem Natron. Funktioniert tatsächlich — meine Microfaser ist wieder weicher geworden.
Könnte noch ein Tipp zur Reinigung von Daunendecken ergänzt werden. Ansonsten sehr hilfreich.
Gute Empfehlungen zur Temperatur. Ich wasche jetzt meine weißen Bezüge öfter bei 60 °C wegen Allergien.